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Die Verletzung des kanalikulären Tränenweges wurde lange Zeit als ophthalmologischer Notfall angesehen; eine angestrebte Rekonstruktion innerhalb von 48 Stunden gilt vielerorts als ungeschriebenes Gesetz.

Ziel dieser Studie war es herauszufinden, inwieweit eine verzögerte operative Versorgung das Endergebnis beeinflusst. In dieser retrospektiven Studie wurden diesbezüglich 334 Patienten untersucht. Es wurden dazu zwei Gruppen gebildet: in Gruppe 1 wurden Patienten zugeteilt, die innerhalb von 48 h nach Trauma operiert werden sollten, in Gruppe 2 diejenigen, die später als 48 h operativ versorgt wurden. Grund für einen verzögerten Eingriff war, dass die Patienten aufgrund verschiedener Ursachen nicht gleich operationsfähig waren.

Es wurden im Anschluss die anatomischen postoperativen Ergebnisse der zwei Gruppen verglichen. Unter den 301 Patienten gab es 23 Fälle (7,6 %) mit einem fehlgeschlagenen Operationsergebnis in der „innerhalb von 48 Stunden“-Gruppe und 3 fehlgeschlagene Fälle bei 33 Patienten (9,1 %), die später als 48 Stunden operiert wurden (P = .732). In beiden Gruppen betrug die durchschnittliche Operationszeit ca. 1 Stunde ohne signifikanten Unterschied.

Eine aufgeschobene Versorgung eines Tränenwegabrisses bei instabilen Patienten führt nicht zu schlechteren postoperativen Ergebnissen; eine OP innerhalb der ersten Woche ist ohne Qualitätseinbuße des postoperativen Ergebnisses möglich, da die Wunde in diesem Zeitraum nicht völlig verheilt ist und Wiedereröffnen der Granulationsränder nicht schwierig ist.


Chu YC, Am J Ophthalmol. 2017 Oct;182:155-159