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In dieser Studie wurden MEDLINE, PubMed und die Cochrane Registry von den Autoren zwischen 1984 und 2014 untersucht.
Zusammenfassend wurde folgende Punkte für das Management der Riesenzellarteriitis herausgearbeitet:

  1. Die Guidelines des American College of Rheumatology von 1990 für die Diagnose der Riesenzellarteriitis ersetzen nicht die Biopsie der Arteria temporalis.
  2. Es gibt starke Evidenz, dass eine Biopsie von 1 cm für die Diagnose ausreichend zu sein scheint.
  3. Obwohl eine zeitnahe Biopsie bevorzugt wird, kann auch eine Woche bis Monate nach Steroidbehandlung durchgeführte Biospsie ein positives Ergebnis liefern.
  4. Die Behandlung mit nicht-steroidalen Antiphlogistika oder Statinen kann die Werte der Blutsenkungsgeschwindigkeit nach unten verfälschen.
  5. Während bildgebende Verfahren die Gefäßbeteiligung bei Riesenzellarteriitis darstellen können, kann keine dieser die Biopsie als Gold-Standard ersetzen
  6. Bildgebende Verfahren (wie z.B. PET) zeigen, dass die Gefäßbeteiligung der Riesenzellarteriitis im Körper weiter verbreitet zu sein scheint als bisher angenommen.
  7. Die differentialdiagnostischen Grenzen zwischen Riesenzellarteriitis, Takayasu Arteriitis und Polymyalgia rheumatica sind nicht so klar wie bisher angenommen.
  8. Neue Therapiestrategien und Medikamente für die Behandlung der Riesenzellarteriitis und Takayasu Arteriitis (z.B. IL-6 Inhibitoren wie Toclizimumab) zeigen vielversprechende Ergebnisse.

http://dx.doi.org/10.1016/j.survophthal.2016.01.001