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Die selektive Lasertrabekuloplastik hat sich in den letzten Jahren als eine Standardtherapie zur Behandlung des Glaukoms etablieren können. SLT kann in den meisten Formen des Offenwinkelglaukoms und bei okulärer Hypertension angewendet werden. Im Gegensatz zur ALT (Argon-Lasertrabekuloplastik), kann man die SLT wiederholt anwenden und sie benötigt nur einen Bruchteil der Energie im Vergleich zur ALT (weniger als 0.1%). Die SLT hat keinen nachweisbaren Einfluss auf andere Behandlungswege des Glaukoms (wie z.B. Augentropfen). Komplikationen sind insgesamt selten, es geht dabei um Druckspitzen, Hornhautnarben oder –dekompensation bei Endothelzellschaden und zystoides Makulaödem.

 

Wichtige Fakten:

  • Die Anwendung der SLT hat ein geringes Risiko
  • Die SLT ist genauso effektiv wie die Argon-Lasertrabekuloplastik (ALT)
  • Bei Wiederholungsanwendung ist der Effekt genauso groß wie beim ersten Mal
  • Im Vergleich zur ALT erzeugt die SLT keinen thermischen Gewebeschaden
  • SLT ist eine gute Option für Patienten mit schlechter Adhärenz oder Patienten, die unter Nebenwirkungen einer lokalen Therapie leiden
  • Sie ist auch noch in der Erforschung, als zukünftig etablierte Option zur Therapie der ersten Wahl, um den Augeninnendruck zu senken
  • Der drucksenkende Effekt nach Lasertherapie stellt sich erst nach Wochen ein
  • Betrug die Erfolgsrate nach einem Jahr bei der SLT 68% und ALT 54%, lag sie nach 3 Jahren bei der SLT bei 46 % und bei der ALT bei 30 %. Nach 5 Jahren betrug die Erfolgsrate bei der SLT noch 32 % und bei der ALT 31 %.

 

Schlote T. Stellenwert der selektiven Lasertrabekuloplastik, Klin Monatsbl Augenheilkd 2017; 234: 1362–137